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Persönlichkeitsstörungen. Alte Muster, die sich verändern lassen.

Immer wieder dieselben Konflikte in Beziehungen. Gefühle, die von null auf hundert schießen, oder Gefühle, an die Sie kaum herankommen. Ein Selbstbild, das schwankt wie das Wetter. Hinter solchen Mustern kann eine Persönlichkeitsstörung stehen. Das Wort klingt hart, die Aussichten sind es nicht: Diese Muster lassen sich verändern.

Worum es geht.

Persönlichkeitsstörungen sind tief eingeschliffene Erlebens- und Verhaltensmuster: meist früh entstanden, oft als Antwort auf schwierige Erfahrungen. Sie zeigen sich vor allem im Zwischenmenschlichen, also im Kontakt mit anderen, und ebenso im Umgang mit sich selbst. Was damals geschützt hat, schadet heute. Häufige Anzeichen sind:

  • Wiederkehrende, ähnliche Konflikte in Beziehungen: Nähe und Distanz sind schwer auszubalancieren
  • Sehr intensive Gefühle, die schwer zu regulieren sind, oder innere Leere
  • Große Empfindlichkeit für Kritik und Kränkungen
  • Rückzug aus Angst vor Ablehnung, obwohl Sie sich Kontakt wünschen
  • Ein instabiles, überhöhtes oder sehr negatives Selbstbild
  • Impulsives, manchmal selbstschädigendes Verhalten
  • Das Gefühl: „So bin ich eben": verbunden mit wachsendem Leidensdruck

Persönlichkeitsstörungen haben viele Gesichter: Die Borderline-Störung, die narzisstische und die ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung sind nur die bekanntesten. Lange galten sie als kaum behandelbar. Diese Einschätzung gehört glücklicherweise der Vergangenheit an.

Wie die Verhaltenstherapie hilft.

Moderne Verhaltenstherapie bei Persönlichkeitsstörungen arbeitet an zwei Fronten: im Heute und am Ursprung. Im Heute lernen Sie konkrete Fertigkeiten, um intensive Gefühle zu regulieren und Krisen zu bewältigen, etwa im Skills-Training. Am Ursprung geht es darum, die alten Muster zu verstehen: Wozu waren sie einmal gut? Und was darf an ihre Stelle treten?

Auch die therapeutische Beziehung selbst ist hier Werkzeug: ein geschützter Ort, an dem sich neue Beziehungserfahrungen machen lassen. Das braucht Zeit und Commitment auf beiden Seiten. Und es wirkt: Die Behandlungsaussichten sind heute gut.

Häufige Fragen.

Sind Persönlichkeitsstörungen behandelbar?

Ja. Die alte Einschätzung „schwierig bis aussichtslos" ist überholt, ob Borderline, narzisstische oder ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung. Mit modernen verhaltenstherapeutischen Ansätzen sind die Aussichten heute gut. Das zeigen Studien ebenso wie unsere Erfahrung.

Heißt die Diagnose, dass meine Persönlichkeit „falsch" ist?

Nein. Sie beschreibt Muster, die einmal eine Schutzfunktion hatten und heute mehr kosten als nützen. Muster sind veränderbar. Ihre Persönlichkeit müssen Sie nicht abgeben, im Gegenteil.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja, vollständig. Wir sind eine Kassenpraxis. Versichertenkarte genügt, eine Überweisung brauchen Sie nicht.

Der erste Schritt ist eine kurze Online-Anfrage.

Aktuell können wir Erstgespräche zeitnah anbieten. Kassenpraxis am Kaiserring, wenige Minuten vom Hauptbahnhof Mannheim.

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